Historie

Der Storå Fluss ist durch Abschmelzen von Eis nach der letzten Eiszeit entstanden. Dadurch, dass das Wasser zunehmend wärmer geworden ist, konnten Fische und andere Tierarten in dem Wasser leben. Seitdem haben sich auch Lachse und andere Fischarten im Storå ausgebreitet.

Die Tiervielfalt wurde nicht von Menschen beeinflusst und konnte daher über Generationen wachsen und einen robusten Stamm entwickeln. In diesem Milieu konnte sich auch der Storå-Lachs entwickeln.

Anfänglich lebten nur sehr wenige Menschen auf der Erde und diese haben natürlich um Nahrung zu bekommen gejagt. Im Laufe der nächsten Jahrtausende kamen mehr Menschen hinzu und langsam entwickelten sich auch erste Ansiedlungen – viele dieser Ansiedlungen lagen am Anfang in der Nähe des Flusslaufes.

Es gibt diverse Belege dafür, dass die Fischerei im Mittelalter eine wichtige Nahrungsmittel- und Einnahmequelle gewesen ist.

In der neueren Zeit hat sich die Menschheit dann rasant entwickelt – dieses konnte auch am Storå gesehen werden. Der Fluss wurde als Abwasserstelle genutzt, wo ungeklärtes Abwasser und Industrieabfälle eingeleitet werden konnten. Auch die Landwirtschaft hat hierzu durch Einleitungen beigetragen. Alles dieses hat zu einer deutlichen Verschlechterung der Wasserqualität geführt, welches wiederum zu einer Verringerung des Lebensraumes für Fische geführt hat. Auch die Laichplätze wurden zunehmend verschlechtert.

Als im Jahre 1940 – 1942 das Wasserkraftwerk in Holstebro gebaut wurde, verhinderte dieses endgültig die natürlichen Wanderwege diverser Fischarten. Lachse, Meerforellen und andere Fischarten konnten somit nicht mehr vom Meer zu den hochgelegenen Laichplätzen gelangen und der natürliche Lebenszyklus war somit unterbrochen. Das Resultat war, dass die Bestände größtenteils ausgelöscht wurden. Der Storå-Lachs war am Rande der Ausrottung!

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Blanker Frühjahrslachs   
 

Zunehmend wurde vielen Menschen bewusst, dass nun endlich gehandelt werden musste, um den schlechten Bestand wieder zu entwickeln.

Nach und nach wurden die Abwassereinleitungen in den Fluss verringert, so dass die Wasserqualität wieder zunehmend besser wurde. Die öffentlichen Behörden haben hierbei einen großen Einsatz geleistet – zusammen mit Dänemarks Technischer Universität / Wasserabteilung (DTU-Aqua), Fischzuchten, Landbesitzern und freiwilligen Anglern.


Durch den Einsatz von hochqualifizierten Kräften, Millionen von Kronen und vielen tausend freiwilligen Arbeitsstunden wurde der Bestand wieder etabliert. Dieses geschah durch Bestandsregulierung, entfernen von Absperrungen bei Fischfarmen und nicht zuletzt auch das Reetablieren von natürlichen Wasserverläufen mit Laichkies und dem Aussetzen von Jungfischen. Alle diese Aktionen haben dazu beigetragen, dass der Fluss heute wieder eine sehr hohe Qualität hat.

 

Der Storå ist heute der Wasserlauf in Dänemark, der klar den höchsten Bestand an Lachsen aufweist. Es ist nicht nur der größte Bestand sondern auch der robusteste Bestand, so dass das Aussetzen von Jungfischen inzwischen eingestellt werden konnte.

 

Dieses gilt jedoch nur für den westlichen Teil des Flusslaufes von Holstebro. Das bestehende Wasserkraftwerk verhindert heute immer noch die natürliche Reetablierung des Fischbestandes.